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Flüssigkeitsplatten- oder Tauchkühlung: Welche Wärmemanagementmethode ist für die BESS-Sicherheit vorteilhaft?

veröffentlichen Zeit: 2026-01-07     Herkunft: Powered

Beim Vergleich des Wärmemanagements für Batterieenergiespeichersysteme (BESS) bietet die Tauchkühlung im Vergleich zur herkömmlichen Flüssigkeitsplattenkühlung eine überlegene Sicherheitsleistung, insbesondere bei der Verhinderung eines thermischen Durchgehens. . Während Flüssigkeitsplatten eine ausgereifte und kostengünstige Lösung für die allgemeine Wärmeableitung sind, bietet die Direktkontaktmethode der Immersionskühlung eine beispiellose Temperaturgleichmäßigkeit und eine kritische, integrierte Brandbekämpfungsfähigkeit. Dieser Artikel befasst sich mit einem detaillierten Vergleich dieser beiden kritischen Technologien und bewertet ihre Auswirkungen auf Sicherheit, Leistung, Langlebigkeit und Gesamtbetriebskosten.

Die entscheidende Rolle des Wärmemanagements für die BESS-Sicherheit

Ein Batterie-Energiespeichersystem (BESS) ist ein fein abgestimmtes elektrochemisches Kraftwerk. Seine Fähigkeit, große Energiemengen zu speichern, ist zugleich seine größte Verwundbarkeit. Ein effizientes Wärmemanagement verringert nicht nur die Leistung; Es ist die primäre Verteidigungslinie für die Sicherheit und Zuverlässigkeit des gesamten Systems.

Was ist Thermal Runaway und warum ist es die ultimative BESS-Gefahr?

Thermal Runaway ist eine verheerende Kettenreaktion, die beginnt, wenn eine einzelne Batteriezelle überhitzt. Wenn diese Wärme nicht schnell genug abgeführt werden kann, steigt die Temperatur, wodurch die Zelle brennbare Gase ausstößt und Feuer fängt. Die starke Hitze strahlt dann auf die Nachbarn aus und löst auch bei diesen eine Auslösung aus. Diese Ausbreitung kann einen ganzen BESS-Container innerhalb von Minuten zerstören.

Ein genauerer Blick auf die Flüssigkeitsplattenkühlung: Der etablierte Standard

Die Flüssigkeitsplattenkühlung, oft auch indirekte Flüssigkeitskühlung genannt, ist derzeit die am häufigsten in BESS eingesetzte Technologie. Dabei wird ein flüssiges Kühlmittel verwendet, um die Wärme durch Metallplatten abzuleiten.

Wie funktioniert die Flüssigkeitsplattenkühlung?

Metallplatten mit internen Kanälen werden in thermischen Kontakt mit Batteriemodulen gebracht. Durch diese Platten wird ein Kühlmittel (Wasser-Glykol) gepumpt. Die Wärme wird von der Zelle über das Wärmeleitmaterial (TIM) in die Platte geleitet. Dies ist eine indirekte Methode, da das Kühlmittel niemals die Zellen berührt.

Einschränkungen und Sicherheitsbedenken bei Flüssigkeitsplatten

  • Ineffiziente Schadensbegrenzung: Indirekte Platten sind schlecht positioniert, um während eines außer Kontrolle geratenen Ereignisses plötzliche, starke innere Hitze zu absorbieren.

  • Temperaturgradienten: Die Kühlung erfolgt nur auf der Oberfläche, wodurch am weitesten von der Platte entfernte „Hot Spots“ entstehen.

  • Leckagerisiko: Ein wasserbasiertes Leck in einem Hochspannungsgehäuse kann zu Kurzschlüssen führen.

Immersionskühlung: Der Anwärter der nächsten Generation

Durch die Tauchkühlung werden Batteriezellen direkt in eine spezielle, nicht leitende (dielektrische) Flüssigkeit getaucht, wodurch thermische Barrieren beseitigt werden.

Das Prinzip der Direktkontakt-Tauchkühlung

Batteriemodule werden in einem versiegelten Gehäuse untergebracht, das mit dielektrischer Flüssigkeit gefüllt ist . Die Flüssigkeit absorbiert gleichzeitig Wärme von jeder Oberfläche jeder Zelle. Anschließend wird es zu einem Wärmetauscher geleitet und in den Tank zurückgeführt.

Direkter Vergleich: Flüssigkeitsplatte vs. Immersionskühlung

Funktion: Flüssigkeitsplattenkühlung, Immersionskühlung
Risikominderung Schlecht bis mittelmäßig (indirekt/langsam) Ausgezeichnet (Proaktiv/Isolation)
Temperaturgleichmäßigkeit Fair (Verläufe vorhanden) Ausgezeichnet (Minimales ΔT)
Wärmeübertragung Mäßig (mehrere Schichten) Sehr hoch (Direkter Kontakt)
Anschaffungskosten (CAPEX) Niedriger (ausgereift/Standard) Höher (Spezialflüssigkeiten/Dichtungen)
Batterielebensdauer Standard Erweitert (Überlegene Temperaturkontrolle)

Das Urteil: Welche Kühlmethode ist die richtige für Ihr BESS?

  • Für maximale Sicherheit und Leistung: Tauchkühlung ist die beste Wahl. Es ist ideal für Versorgungsanlagen, Rechenzentren oder städtische Installationen mit hoher Dichte, bei denen die Ausbreitung von Fehlern verhindert werden muss.

  • Für kostenempfindliche Anwendungen mit geringerer Dichte: Die Flüssigkeitsplattenkühlung bleibt eine praktikable Option. Es handelt sich um eine ausgereifte und kostengünstige Lösung für private oder kleine Gewerbeanlagen mit geringerem Risikoprofil.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann die Immersionskühlung das thermische Durchgehen stoppen?
Es kann einen anfänglichen internen Zelldefekt nicht stoppen, aber es absorbiert den Energiestoß äußerst effektiv, um die Ausbreitung auf benachbarte Zellen zu stoppen.

Ist Tauchkühlung deutlich teurer?
Die Vorabkosten (CAPEX) sind höher, aber die längere Batterielebensdauer kann im Laufe der Zeit zu niedrigeren Gesamtbetriebskosten (TCO) führen.

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